Der Prinz und der Gloeckner
Geschichten

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Wendepunkte
Mikrogeschichten (flash-fiction)

Geschrieben: 2013-05-28, 2013-06-03/04

Peter atmete wieder tief durch, nachdem Maria endlich weg war. Er hatte nicht vermutet, daß sie 'atemberaubend' so wortwörtlich gemeint hatte.


Im Park im Regen sitzend, dachte Paul ernsthaft über Suizid durch Erkältung nach.
Paula war soooo doof - und jetzt auch noch weg.
Paul dachte, daß es nicht mehr schlimmer werden konnte, doch dann kam Pamela ...


'Wieder nichts!' dachte Regina, als sie begann, die Fesseln vom wimmernden Felix zu lösen, nachdem sie die Lustpeitsche zur Seite gelegt hatte.


Franks Photo und die Verhütungspillen in den Mülleimer werfend, war Gunilla sehr erleichtert. Endlich frei und unabhängig! Und die kleine, neue Wohnung war auch ganz schön. Und der neue, reiche, attraktive Chef hatte ja auch was ...


Margot legte das Messer dann doch wieder zur Seite. Karls spontaner Einfall mit dem Herzkasper gefiel ihr dann doch besser. Und sie war überrascht - wann hatte er sich das letzte Mal für sie geopfert?


'Man steckt ja nicht mehr drin!' dachte Jonas kopfschüttelnd. Hassan hatte sich endgültig Dieter zugewendet. Und der Weg von Jonas führte ihn wieder ins 'After Shave' ...


Thomas legte enttäuscht den Hörer auf. Nicole hatte es ernsthaft ausgesprochen: 'Wir können ja Freunde bleiben.'

Thomas bezweifelte das und nahm schon mal den Nachschlüssel zu ihrer Wohnung raus, den er heimlich hatte machen lassen ...


Bernd grinste Irina frech an, breitbeinig vor ihrem Auto stehend. Daß Julia sich hatte von dem Idioten schwängern lassen, zerschlug all ihre Zukunftspläne mit Julia.

Oder sollte sie doch einfach Vollgas geben?


Gehen oder doch bleiben und selbst Hand anlegen? Zutiefst enttäuscht war sich Cindy nun sicher, daß die Sache gelaufen war. Sie schaute auf den neben ihr liegenden und schnarchenden Kevin. Erst jetzt ging ihr ein Licht auf, wie er zu seinem Spitznamen der schnelle Kevin gekommen war, das bezog sich gar nicht auf seinen Sportwagen.


Als Bea Anne mit Diana sah, fragte sie sich gleich, was Frauke dazu sagen würde. Beas Chancen bei Frauke schienen sich aus ihrer Sicht gerade dramatisch zu erhöhen. Sie nahm gleich ein paar Bilder mit dem Mobiltelephon auf und wählte schon mal ...


Boris würde das Fußballspiel verpassen. Sasha fand es dann doch etwas unangemessen und unüberlegt, was Boris nun vorhatte.

Franziska hatte ja schon länger für Juan geschwärmt.

Sasha hätte doch darauf bestehen sollen, daß Boris sich erst einmal beruhigt, bevor er diesen mit seinem Baseball-Schläger hatte ziehen lassen.


Beate war zu aufgeregt, rutschte ab, als sie in der Disko-Toilette ihr Makeup nachziehen wollte. Es gab keinen Grund, ihre beste Freundin Tina zu hassen, nur weil sie eben mit ihrem Holger heimlich in der Ecke herumgeknutscht hatte.

Trotzdem hatte Beate soeben Vadim und Mohammed Geld gegeben und einen Tip, welchen Weg Tina nachher nach Hause nehmen würde.


Bonita hatte sich das ganz anders vorgestellt, als sie ihrem Chef gestanden hatte, alles für ihn tun zu wollen.

Das Latexkostüm zwickte, war unbequem und schwitzig. Es war kalt in dem dubiosen Keller. Und ihr Arm mit der Peitsche wurde schon lahm. Und der dicke Geschäftsfreund sabberte erst noch ekelhaft vor Lust, röchelte nun aber nur noch. Was für ein perverser Typ!


Hilflos mußte Emilia mit ansehen, wie Thorsten vor die Hunde ging. Hätte er den Typen doch nur nicht diese dubiosen Aktien angedreht und den Job in der Sparkasse behalten.

Nachdem die Hunde fertig waren, sperrten die Männer sie wieder ein und wandten sich der festgebundenen Emilia zu.


Orientierungslos schweifte Ninas Blick durch die flimmernde Hitze der Wüstenlandschaft. Permanent heißer werdenden Sand ließ sie wie ein Mantra immer wieder durch die Finger rieseln.

Der von Dirk geplante Ägypten-Überraschungsurlaub hatte ihrer Beziehung nach vier Jahren so gut getan. Da hoffte sie doch noch auf eine Wende zum Guten.

Und dann die Auseinandersetzung wie aus heiterem Himmel vor vier Stunden. Ganz unberechtigt waren Dirks Vermutungen hinsichtlich Günther ja nicht. Daß er nun mit dem Wagen einfach abgehauen war, fand Nina doch etwas überzogen ...


Als die neue Kollegin Tanja mit der spitzen Schere in der Hand ins Kopierzimmer ging, ahnte sie natürlich nicht, welche Katastrophe sich anbahnte. Der nette, immer zu einem Schalk aufgelegte, hinter der Tür lauernde Kollege Armin hätte nicht vermutet, daß sein Scherz eine so panische Reaktion auslösen würde.


Ihre Freundin Tilly hatte gleich vermutet, daß da was nicht mit rechten Dingen zugeht, auch schon wegen der Ähnlichkeit mit einer flüchtigen Bekannten Berta. Karla räumte letztlich ein, einem verwirrenden Irrtum aufgesessen zu sein, als es schließlich bei Bruno partout nichts gab, mit dem sie hätte Erfüllung finden können.


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