Der Prinz und der Gloeckner
Kunstgalerie

¤

Ausstellung: Dreieckstapel

<- -> Raum 0

Was wir wahrnehmen, ist immer nur unsere Interpretation des Seins, die nur begrenzt mit anderen teilbar ist. Das Selbst kann darin natürlich leicht getäuscht werden, von sich selbst oder durch andere. Sehen wir immer nur die Anmutung von dem was ist? Ist alles nur eine Projektion, ein artifizielles Bild von der Welt, von uns? Oder ist doch im Grunde alles ganz profan und was wir untereinander teilen und prüfen können, ist alles, was wirklich zählt? Also nur die eigenen Hirngespinste, Modelle und Überzeugungen nicht überschätzen - und die von anderen wohl auch nicht.

Bleibt skeptisch, wenn jemand behauptet 'Da ist eine Wahrheit!' oder 'Da ist ein Gott!' oder vielleicht auch nur 'Da ist ein Stapel von gleichseitigen Dreiecken!' Erkennt die Fehler im Detail. Wo ist da? Und was ist die prüfbare Bedeutung der Begriffe und Konzepte? Im Zweifelsfalle alles nur Illusionen, Täuschungen eines übereilten Verstandes, der Verstehen möchte und dabei doch nur Märchen für das Kind in uns allen erfindet - oder dieses nutzt, um unsere Wahrnehmung, unsere Meinung von der Welt und von anderen Menschen zu verändern. Harmlos, wenn es nur um einen vermeintlichen Stapel von sich drehenden, gleichseitigen Rechtecken geht.

Beschreibung der Bildtypen

Die Bilder simulieren jeweils Stapel von gefüllten, gleichseitigen Dreiecken, die starr zueinander im Raum angeordnet sind und um eine gemeinsame Achse gedreht werden. Per Kugelprojektion wird dann der Stapel auf die Zeichenebene projiziert.

Bei den ungeraden Typen hat der Stapel einen einfachen Farbverlauf, beim nächstgrößeren Typ gibt es jeweils eine Farbanimation, die bei dem einzelnen Dreiecken des Stapel jeweils so zeitverzögert ist, daß der Eindruck entsteht, als gäbe es auch einen zeitlichen Farbverlauf durch den Stapel, nicht nur bei jedem einzelnen Dreieck.

Bei den meisten Typen wird die Größe der Dreiecke nach einer Formel je nach Anordnung im Stapel bestimmt. Die Dreiecke sind zudem dann auch immer relativ zu einander systematisch verdreht, meist in der Ebene der Dreiecke, teils auch aus der Ebene hinaus. Teils sind die Mitten der Dreiecke auch gegenüber der zentralen Achse des Stapels verschoben. Bei den Typen 15 und 16 sind auch mehrere Dreiecke in einer Stapelebene nebeneinander angeordnet.

<-
->
© Dr.O.Hoffmann@gmx.de