Der Prinz und der Gloeckner
Kunstgalerie

Ausstellung: Schnitt...

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Was kann unser Weltbild zerstören wie ein Schnitt das Kunstwerk?
Eine einfache Tatsache kann ein scharfes Messer in der Hand eines Entschlossenen sein.
Wer den Schnitt nicht riskiert, kann nichts Neues erdenken.

Beschreibung der Bilder

Widmen wir uns nun der Zeichenebene selbst. Der Maler hat bei seiner klassischen Leinwand natürlich technisch kein Problem, diese zu zerschneiden, zu zerlegen, zu zerstören und so auf die Struktur der Leinwand, auf seine Flächigkeit aufmerksam zu machen. Auch kann er mit der Farbe reliefartige Strukturen erreichen. Wie arm dagegen ist die digitale Pixelgraphik. Als bleibt immer flach und steril - das muß doch zu ändern sein! Nun was real nicht geht, muß wohl simuliert werden.

In den Bildtypen 1 und 2 wird die einfarbige Zeichenebene einfach durch einen schrägen Schnitt von oben nach unten oder von links nach rechts in zwei Teile geteilt und diese werden auseinandergezogen. Typ 3 kombiniert beide Schnitte und ebenso das Auseinanderziehen. Bei Typ 4 wird ein Stück aus der Zeichenebene herausgeschnitten, von der Seite nach oben oder unten.
Typ 5 zeigt eine weiße Zeichenebene, die in zwei Teile geteilt ist, der rechte Teil scheint etwas abgezogen und gedreht zu sein Die Stücke der Zeichenebenen sind mit einem dünnen schwarzen Rand ausgezeichnet. Bildtyp 6 zeigt das gleiche mit einer bunten Zeichenebene.
Bildtyp 7 entlarvt alles als eine Illusion, denn die Farbe des linken Teils ist gegenüber dem Rand ein Stück nach links unten versetzt. Bei Typ 8 ist auch noch die Farbe des rechten gedrehten Teils etwas verschoben.

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